FÖR PLATT e. V.

Plattdeutsch aktiv an die nächste Generation weitergeben

 

 

PLATTNET-Bökertipps

 

 

 „Fleitjepiepen, Utbüxen hölpt nix!“ von Heinrich Evers

In’t Book sünd 78 meist vergnöögte, aver ok besinnliche un informative Kortgeschichten. Dat Book hett 142 Sieden, is (as dat eerste Book „Dat dröfft doch mal seggt warrn!“) weller mit buntclöörte Illustratschonen vun Elke Grotelüschen illustreert un kost 18,50 €.

Heiner, de Plattsnacker | www.heinrich-evers.de

Heinrich Evers

Rosenstrasse 8

23730 Neustadt in Holstein

Telefon: 04561-4472 | Handy: 0162-28 10 828

 

 

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„HOOL DIEN MUUL UN SING MIT!“ von Jochen Wiegandt

- Plattdeutsches Buch des Jahres 2020/21

(PM) Die Jury hat Jochen Wiegandt bei der Entscheidung über das „Plattdeutsche Buch des Jahres 2020/21“ den mit 2000 Euro dotierten Preis zuerkannt: Die vom Schleswig-Holsteinischen Heimatbund herausgegebene, im Wachholtz Verlag erschienene Publikation enthält zahlreiche plattdeutsche Lieder, ihre Genese und Rezeption. Ein ausführliches Literatur- und Musikalienverzeichnis ergänzt das umfassende, durch aufgelockerte Gestaltung und wiederkehrende Rubriken zum Schmökern einladende Buch.

Die Juroren haben in der „Liederatur“ die hervorragende Leistung erkannt, die die Satzung des Preises fordert. Das aus ihrer Sicht überragende Buch in und über Platt berücksichtigt sowohl ästhetische als auch inhaltlich wissenschaftliche Aspekte. Sie betonten in ihrer Begründung besonders Buchformat und -ausstattung als außerordentlich gelungen. Wissenswertes mischt sich mit Anekdotischem, Abbildungen und Fotos schaffen Authentizität und lassen die Rezipienten in die Volksliedgeschichte Schleswig-Holsteins eintauchen. Das Nebeneinander von Platt und Hoch bildet zudem äußerst zeitgemäß die aktuelle Sprachwirklichkeit ab: Dem Plattdeutschen begegnet man auch in Schleswig-Holstein meist in Begleitung des Hochdeutschen. Dieses Konzept hat die Jury bewogen, das Buch von Jochen Wiegandt als „Plattdeutsches Buch des Jahres“ auszuzeichnen.

 

Jochen Wiegandt

„HOOL DIEN MUUL UN SING MIT!“ 

Eine Schleswig-Holstein Liederatur von Anna Susanna bis Vedder Michel.

Die beliebtesten Volkslieder und ihre Geschichte(n) op Hooch un Platt.

Kiel/Hamburg Wachholtz Verlag 2021, 364 S.,

Hardcover mit Abbildungen, Noten und Liedtexten. 19,90 Euro,

ISBN 978 3 529 05051 0

 

 

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„Wie schreibt man eigentlich richtig Plattdeutsch?“ - Eine neue Handreichung für Unterrichtende

„Plattdeutsch verstehen ist nicht schwierig, ein bisschen Plattdeutsch sprechen können auch viele, aber richtig Plattdeutsch schreiben können nur wenige“, sagt Dr. Gesa Ramm, Direktorin des Instituts für Qualitätsentwicklung an Schulen Schleswig-Holstein (IQSH). An 44 Modellschulen im Land werde Niederdeutsch unterrichtet. „Damit auch die Schreibweise einheitlich gelehrt wird, haben wir die Broschüre ‚Plattdüütsch richtig schrieven – gor nich swoor‘ für die Lehrkräfte erstellt“, erläutert Ramm die Zielsetzung des neuen Übungsheftes des IQSH. Es sei das erste Übungsheft, das nach den SASS’schen Rechtschreibregeln zur Plattdeutschen Rechtschreibung verfasst ist. „Nun zeigt sich, dass das Interesse an der neuen Veröffentlichung nicht nur bei Lehrkräften groß ist, sondern auch viele Plattdeutsch-Sprechende das Übungsheft nutzen, um die Plattdeutschen Rechtschreibregeln zu erlernen und zu üben“, so Ramm.

 

„Lehrkräfte sind Vorbild für ihre Schülerinnen und Schüler, wenn sie Niederdeutsch als Fremdsprache vermitteln“, sagt Karen Nehlsen, IQSH-Landesfachberaterin Niederdeutsch und Koordinatorin für Regional- und Minderheitensprachen im Land. Viele Niederdeutschlehrkräfte seien aber keine Muttersprachlerinnen und Muttersprachler. Und dass es wie im Hochdeutschen Regeln für die Plattdeutsche Rechtschreibung gibt, sei einigen gar nicht bekannt. Daher biete das IQSH dazu schon viele Jahre regelmäßig Fortbildungen für Lehrkräfte an. Daraus sei die Idee zum Übungsheft entstanden, das unter anderem kostenlos zum Download zur Verfügung steht.

 

nach PM IQSH -  http://www.iqsh.de

 

 

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„Winter in de Lütthasenschool“ - Versen vun Albert Sixtus.

Biller vun Julia Walther, in't Plattdüütsche överdragen vun Karl-Heinz Groth

Fröhlich röppt de Lehrersmann

„Morrn, Kinner, fangt de Ferien an,

denn Knecht Ruppert löppt nu weer

dörch den Hasenwoold verdweer …“

In de Lütthasenschool heet dat „Winterferien“ un dormit „Ranzen af un rin in’n Snee!“

Dat schöönst Fest in’t Johr steiht vör de Döör, sodennig gifft dat för de Lütthasen bannig

veel to doon.

De Kinnerbookautor Albert Sixtus (1892–1960) hett na den Klassiker „Lütthasenschool“

noch den Text för en wiedere Geschicht, „Winter in de Lütthasenschool“, schreven. Nu

eerst, na 90 Johren, is disse Text mit wunnerbore Illustratschonen vun Julia Walther op den

Bökermarkt kamen.

 

Winter in de Lütthasenschool

Versen vun Albert Sixtus. Biller vun Julia Walther, in't Plattdüütsche överdragen vun Karl-Heinz Groth

Husum Verlag 2021 - Edition Kinderland

(ISBN 978-3-96717-079-5)

36 Seiten (o. P.), zahlreiche farbige Abbildungen,

Halbleinenband 12,95 EUR | www.verlagsgruppe.de

 

 

 

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Plattmakers.de – Plattdüütsch Woort för Woort

(PM) Plattmakers.de is en plattdüütsch Wöörbook för ganz Plattdüütschland. Un noch wiet över dat rut, denn dat Wöörbook is in veer Spraken anleggt. Denn toeerst maal is Plattmakers en plattdüütsch-plattdüütsch Wöörbook. So as de Duden en düütsch-düütsch Wöörbook is. All de enkelten plattdüütschen Wöör warrt ok plattdüütsch verkloort. Un wenn maal Fragen apen blievt, denn hebbt vele Indrääg en Bild, dat dat Woort düüdlich maakt. So warrt bi de Muus gau kloor, wat för een von de dree Bedüdungen meent is.

 

Eerst in twete Lien is Plattmakers ok en Wöörbook, dat Översettungen von de plattdüütschen Wöör in de dree Spraken Hoochdüütsch, Nedderlandsch un Engelsch wiest. Mit över 70.000 Översettungen to mehr as 25.000 plattdüütsche Woortbedüdungen wiss een, dat sik sehn laten kann!

En annere Egenschop, de annerwegens nich to finnen is, sünd de Koorten, de wiest, wo en Woort begäng is. Wer bi dat Bispeel mit de Muus op den Link „Koort wiesen“ klickt, kriggt en Koort von Plattdüütschland wiest. In düsse Koort sünd de Regionen gröön kenntekent, in de dat Woort nawiest un bekannt is. Bi de Muus as griesen Gnabbler sünd dat 26 verschedene Dialektregionen, bi de för all düsse Regionen en Literaturbeleg mit Siedentall angeven is. So laat sik för vele Wöör licht Nawiesen finnen.

 

All de enkelten Wöör hebbt en egen Siet un URL, so dat Plattmakers allerbest döggt, üm wisse Wöör oder ganze Sätz to verlinken: Düsse Siet gefallt mi bannig goot! Wer in’t Internet schrifft, kann so licht „swore“ plattdüütsche Wöör verlinken un den Leser so Hülp geven.

Plattmakers hett nu en Update kregen mit ne’e Wöör un noch mehr Bispeelsätz.

 

https://plattmakers.de/

 

 

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 „De Mallbüdel 9“

Ein guter Witz muss frisch erzählt werden. Deshalb ist der Mallbüdel immer ein Höhepunkt der Plappermoehl, swienplietsch und staubtrocken serviert von den Plappermöllern. Die besten und schönsten Witze aus dem Mallbüdel wurden über die Jahre in acht Büchern veröffentlicht. Jetzt ist der neunte Band mit einer neuen Auswahl erschienen.

Darin versammelt sind insgesamt 200 Witze und eine Zugabe in sieben Kapiteln. Eines handelt von „Braken Bein, Dokters un männig Medizin“, ein anderes von „Mannsminschen, Frügenslüd un allerhand Poore“. Für sie alle und für Sie gilt von der ersten bis zur letzten Seite: Lachen ist die beste Medizin. Lachen Sie also mit, das Motto ist noch immer: „Ut´n verklamten Nors kümmt kein fröhlichen Furz“.

(aus dem Vorwort von Rainer Schobeß)

 

Die Autorin Susanne Bliemel wurde 1968 in Schwerin geboren und hat schon als Kind keine Plappermoehl-Sendung verpasst. Seit 2001 ist sie selbst Plappermöllerin. Als Pädagogin hat sie Materialien für den Niederdeutschunterricht entwickelt. Sie ist Autorin einer Reihe von Büchern up Platt, hat mitgewirkt bei niederdeutschen Hörbüchern und erzählt auch plattdütsche Geschichten bei NDR 1 Radio MV.

Der Illustrator Günter Endlich wurde 1934 in Aussig an der Elbe geboren und war Kunst-Dozent an der Pädagogischen Hochschule Güstrow. Hier gründete er auch – einmalig in der DDR – eine AG Karikatur. Bis heute arbeitet er als Illustrator. Der Mallbüdel-Reihe hat er mit seinen Rundnasen ihr typisches Gesicht verliehen.

 

De Mallbüdel 9

Texte: Susanne Bliemel, Illustrationen: Günter Endlich

Redaktion / Vorwort: Rainer Schobeß

Verlag: TENNEMANN Buchverlag, 1. Auflage, November 2021

108 Seiten, Paperback

Format: 10,8 x 17,0 cm

ISBN 978-3-941452-91-6

10,95 €

 

 

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Plattdeutscher Bücherschrank am Kiekeberg

Rosengarten-Ehestorf

 

Schnökern und Stöbern – jetzt gibt es plattdeutsche Bücher im Freilichtmuseum am Kiekeberg.

Ein neuer Plattdeutscher Bücherschrank steht neben der Museumsbäckerei bereit. Hier können sich Besucher gemütlich in die Sitzecke setzen und durch Gedichte, Kinder- oder Weihnachtsgeschichten blättern. Sie können die Bücher auch in den Museumsgasthof „Stoof Mudders Kroog“ oder ins Rösterei-Café „Koffietied“ mitnehmen und bei einem guten Kaffee und einem Stück Kuchen den Nachmittag mit plattdeutscher Literatur verbringen.

 

Rike Henties, Plattdeutsch-Koordinatorin für den Landkreis Harburg, hat den Bücherschrank ein­gerichtet: „Wir haben dort Erzählungen, Gedichte und Märchen aus unterschiedlichen Jahrzehnten. Sie laden zum Stöbern ein. Auch an die Kleinen haben wir gedacht: Kinderbücher sind besonders schön auch zum Vorlesen.“ Der Bücherschrank steht allen Museumsbesuchern offen. Die Idee: „Wir möchten das Plattdeutsche mehr in den Alltag bringen.

 

Am Kiekeberg sind die Menschen entschleunigt, sie bringen Zeit und Ruhe mit. Es ist daher ein guter Ort, um neugierig auf das Plattdeutsche zu sein, um sich mit einem Buch hinzusetzen oder auf neue Ideen zu kommen.“

 

Es gibt auch außerhalb des Museums die Möglichkeit in plattdeutschen Büchern zu schnökern und sie sogar auszuleihen: In der Salzhäuser Bücherei stehen über 1000 platt­deutsche Bücher und Medien.

 

Quelle: Pressemitteilung der Stiftung Freilichtmuseum am Kiekeberg vom 18.08.21

 

 

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SASS – Plattdeutsche Grammatik - wieder verfügbar in 4. Auflage

 

In der letzten Zeit war die angesehene und vielbenutzte Sass-Grammatik, das Standardwerk zum Niederdeutschen, nicht mehr in gedruckter Form zu erwerben. Jetzt hat das Werk den Verlag gewechselt und ist wieder verfügbar — in vierter, nochmals verbesserter Auflage. Zu bestellen im Buchhandel oder direkt hier: https://verlag.marless.de/grammatik.htm

 

Sass Plattdeutsche Grammatik:

  • zeigt den inneren Aufbau der niederdeutschen Sprache
  • gibt eine ganze Reihe von stilistischen Hinweisen
  • klar und übersichtlich mit farblicher Gestaltung gegliedert
  • viele hervorgehobene, leicht zu merkende Beispiele
  • stellt wichtige kennzeichnend niederdeutsche Spracheigenheiten heraus

Sass Plattdeutsche Grammatik:

  • übersichtlich und benutzerfreundlich
  • besonders zum schnellen punktuellen Nachschlagen
  • ideale Ergänzung zum SASS Plattdeutschen Wörterbuch
  • deckt das Gebiet des Niederdeutschen ab, das in Schleswig-Holstein, Hamburg, Bremen und Nordost-Niedersachsen gesprochen wird.

"So'n Grammatik, op düsse Oort, harrn wi al lang nödig hatt. Lett sik allens finnen, un is allens goot verkloort. Respekt!"

Prof. Dr. Reimer Bull †

"Op disse Grammatik heff ik lang luert. Allerbest!"

Karl-Heinz Groth, Schulrektor a. D. und Autor

"Die Sass Plattdeutsche Grammatik und das Sass-Wörterbuch: Beide Bücher sind auch in unseren akademischen Lehrveranstaltungen in Kiel unverzichtbar."

Prof. Dr. Michael Elmentaler, Universität Kiel

   

ISBN 978-3-9817194-4-4

372 Sieden, Pries: 24,95 Euro.

(www.verlag.marless.de)

 

Quelle: PLATTNET-Nachricht – 05.08.2021

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Heiko Gauert: Die Geschichte der plattdeutschen Sprache

 

"Op Plattdüütsch heet dat Moin" - so lautet der Titel eines Vortrags, den Heiko Gauert vor über 20 Jahren zum ersten Mal gehalten hat, und auf über 400 Veranstaltungen hat er inzwischen seine Zuhörer über die Geschichte seiner alten Heimatsprache informiert. Jetzt endlich ist das alles in einem handlichen und preiswerten Büchlein nachzulesen. Leserinnen und Leser werden umfassend darüber aufgeklärt, welche Bedeutung das Niederdeutsche für die nordeuropäischen Sprachen hat und wie wertvoll es für den Plattdeutschsprecher ist, eine zusätzliche vollwertige Sprache zu beherrschen.

Heiko Gauert, Die Geschichte der plattdeutschen Sprache, Quickborn-Verlag, Hamburg 2017, ISBN 978-3-87651-445-1

 

 

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Jetzt auch in plattdeutscher Sprache erhältlich:

 

"Der alte Mann und das Meer" - Herbert Timm hat eine plattdeutsche Übersetzung von Ernest Hemingway herausgebracht:

„De ole Mann un de See“.

Das Buch ist erschienen im vitolibro-Verlag, ISBN 978-3-86940-037-2 und kostet 12,95 €.