FÖR PLATT e.V.

 

                  Ganz aktuell!

 

Lehrgang „Plattdeutsches Theater in der Schule“ 

In diesem Jahr gibt es für die Schulen ein Plattdeutsches Theater­treffen im Freilichtmuseum am Kiekeberg am 15. Mai und ein Platt­deutsches Theater­festival, zu dem sich am 28. Juni Schülerinnen und Schüler von mehreren Landkreisen in Celle treffen.

Der Lüneburgische Landschaftsverband bietet zur Vorbereitung in Zusammen­arbeit mit der Niedersächsischen Landesschulbehörde eine zweitägige Fort­bildung mit der Lüneburger Schauspielerin Birgit Becker an. Daran können neben Lehrerinnen und Lehrern auch alle teilnehmen, die ehrenamtlich tätig sind.

Der Lehrgang findet am 16. und 17. März in Tüschau, einem Rundlingsdorf im Wendland, statt und kostet 90 Euro. Darüber hinaus können später alle Fort­bildungsteilnehmer an vier Unterrichtsstunden in Schulen teilnehmen.  

Wer sich für dieses Angebot interessiert, kann sich beim Beauftragten für Platt im Landkreis Harburg, Herbert Timm, melden oder sich an den Lüneburgischen Landschaftsverband, Veerßer Str. 53, 29525 Uelzen (www.lueneburgischer-landschaftsverband.de) wenden. 

Dieser Lehrgang bietet die einmalige Gelegenheit, professionelle Unterstützung zu erhalten, wenn man Theater mit Kindern spielen will – nicht nur, wenn es um Plattdeutsch geht.

 

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Kultursommer Landkreis Harburg 2012, Thema: "Heimat"

Schreibwettbewerb „Bi uns to Huus“

Der Kultursommer im Landkreis Harburg findet 2012 unter dem Thema „Heimat“ statt. Der Verein För Platt e. V. wird sich daran mit einem Schreibwettbewerb beteiligen. 

Alle Einwohner des Landkreises Harburg sind aufgerufen, ein Gedicht oder eine Geschichte auf Plattdeutsch zu schreiben. Das Thema lautet „Bi uns to Huus“. Dabei sollte ein Umfang von vier Seiten nicht überschritten werden.  

Alle Einsendungen sollen mit vollständiger Adresse und einer Altersangabe des Autors bzw. der Autorin an folgende Adresse geschickt werden: För Platt e. V., Herbert Timm, Im Osterfelde 24, 21445 Wulfsen. Einsendeschluss ist der 31. Mai 2012.  

Am Freitag, den 13. Juli 2012 um 19.00 Uhr werden im Haus des Gastes in Salzhausen die Sieger des Wettbewerbs bekannt gegeben, die von einer Jury ausgewählt wurden. Der Verein würde sich besonders darüber freuen, wenn viele Kinder und Jugendliche sich beteiligten. Allerdings gilt für alle die Bedingung, dass nur Einsender aus dem Landkreis Harburg berücksichtigt werden. Weitere Informationen werden im Frühjahr 2012 in der Tagespresse zu finden sein.

 

 

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Kasperle-Theater up Platt

Viele Jahre lang hat der „Kiepenkasper“ Uwe Spillmann, ein ausgebildeter Berufspuppenspieler und Lehrer, im Ausland für das Goethe-Institut deutsche Kasperlestücke aufgeführt. Seit fünf Jahren können sich deutsche Kinder auf englische Stücke freuen, bei denen sie spielend die englische Sprache erlernen.

Jetzt hat Uwe Spillman auch Plattdeutsch im Programm. Dabei verbindet sich das Lernen mit viel Spaß. Sein Theaterkonzept mit der „Kiepe“ vor der Brust, aus der heraus sich sein Theater entwickelt, macht ihn flexibel. Wenn Schulen den Kindern etwas Besonderes bieten möchten, können sie ja einmal Kontakt mit dem Kiepenkasper aufnehmen: Uwe.Spillmann@t-online.de

Tel. 05065 1783, Schäferstraße 2, 31079 Eberholzen.

Im Internet gibt es Infos unter: www.Kiepenkasper.de

 

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Hier gibt es Neuigkeiten:

Plattdeutsch lernen an norddeutschen Schulen

www.ndr.de/land_leute/norddeutsche_sprache/plattdeutsch/plattdeutschschule101.html

 

Material für Schulen (entwickelt von Christianne Nölting)

www.plattolio.de

     

 

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Plattdüütsch för de Lütten“  - auch 2011/2012! 

An alle Kinnergoorns un Scholen in’n Kreis Horborg

Ausschreibung 

Alle Kindertagesstätten und Schulen, in denen die niederdeutsche Sprache regelmäßig in der Betreuung der Kinder eingesetzt wird und an denen Erzieherinnen und Erzieher, Lehrkräfte oder Ehrenamtliche in kreativer Weise Kindern ermöglichen, diese Sprache zu erlernen und zu vertiefen, können in diesem Jahr die Auszeichnung  

„Wi snackt ook Platt – Mehrsprachiger Kindergarten“ bzw.

„Wi snackt ook Platt – Mehrsprachige Schule“   

beantragen. Mit der Anerkennung durch „För Platt e. V.“ wird eine Plakette überreicht, die am Gebäude angebracht werden kann. Außerdem erhält jede Einrichtung  Material als Geschenk, das zum Erlernen der niederdeutschen Sprache eingesetzt werden kann. 

Folgende Unterlagen werden benötigt:

1.      Informationen über die Kindertagesstätte bzw. die Schule

(Anzahl der Gruppen, Anzahl der Kinder, Anzahl der Erzieherinnen bzw. Anzahl der Klassen, Anzahl der Schülerinnen und Schüler, Anzahl der Lehrkräfte)

2.      Informationen über das Plattdeutschangebot

Wie viele Stunden pro Woche werden erteilt?

Wie viele Kinder sind beteiligt? Welche Klassenstufe?

Welche pädagogischen Mittel werden eingesetzt – wie z. B. Handpuppe, Lieder, Spiele?

Werden Eltern oder andere Personen dabei beteiligt?

Welche Erfolge im Sprachverstehen bzw. in der Sprechfertigkeit sind inzwischen festzustellen?

Besteht eine Zusammenarbeit zwischen Kindertagesstätte und Grundschule? 

Sie können diese und weitere Informationen gern in freier Form darstellen.

Bewerbungen sind zu richten an:

FÖR PLATT e. V., Im Osterfelde 24, 21445 Wulfsen;

E-Mail: herbert.timm1@ewetel.net  

Einsendeschluss: Montag, 14. Oktober 2011.

 

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Snackt mehr Platt! Plattdüütsch mutt blieben!

Bi dat Plattdüütsch Wettlesen hebbt sik düt Johr veel weniger Kinner meldt as in anner Johren. Dat mutt uns doch nadenkern maken, wiest uns dat doch, dat dat nich noog is, dat de Plattdüütschen sik dreept un dat intressante Plattdüütsche hier un dor uptreden doot. Nee, wi mööt uns plattdüütsch Spraak ok in'n Alldag bruken, un wi mööt mit de Kinner Platt snacken – anners hett dat keen Tokunft.  

Dorüm hett de Vereen För Platt e. V. ok düt Johr weer en Kursus maakt för Lüüd, de Platt in Kinnergoorns un Scholen wiedergeben wüllt, un keen alle söss „Bosteens“ sünnavends up'n Kiekebarg mitmaakt hett, kriggt denn as Lohn en Zertifikat, dat he oder se up de Kinner looslaten warrn kann. De Spoorkass Horborg-Buxthu hett dat allens finanzeert. Wenn denn an'n Kinnergoorn oder inne School Platt för Kinner anbaden warrt, kann sik de Kinnergoorn oder de School üm en Plakett bewarben, de dor up henwiest, dat hier wat för Plattdüütsch daan warrt. Dree Kinnergoorns hebbt letzt Johr düsse Plakett kregen. 

Bi all dat, wat in unsen Landkreis för de plattdüütsch Spraak maakt warrt, künnt wi uns freien, dat de Kreisdag un de Kreisverwaltung uns dor düchtig ünner de Arms griept un de Spoorkass ok männigeen Euro locker maken deit. De Volksbank Nordheide hett mit de Kreiskort, de alle plattdüütschen Ortsnamens upwiest, holpen, dat düsse Naams ok up de Ortsschiller upduukt. Dat künnen geern noch mehr Dörper ween, de den plattdüütschen Naam ok för Frömde dütlich maakt. Ik tööv jümmers noch up Töst un Trill un Bookholt un anner Gemenen. Woans dat nu schreben warrn schall – dor kann'n sik geern över strieden. Gellen deit dat, wat de Raat toletzt besluten deit.

 

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Memory-Speel in Platt 

De Vereen „De Plattdüütschen“, de in'n Landkreis Stood (Stade) tohuus is,  sett sik düchtig dorför in, dat Plattdüütsch an de nächste Generatschoon wiedergeben warrt. He hett tohoop mit Erzieherinnen vun de Arbeitsgemeenschop „Fördern vun de plattdüütsch Spraak in'n Kinnergoorn“ en ne'et Gedächtnis-Speel för junge un öllere Lüüd tohoopstellt. Dat sünd 33 lütte Tafeln mit Biller vun Saken un Deerten, un dat plattdüütsche un ok dat hoochdüütsche Woort staht jümmers dor ünner. Dat maakt Kinner veel Spaaß – meist künnt se sik jo beter as de Groten marken, wo bestimmte Korten liggen doot. Denn lehrt se de plattdüütschen Wöör glieks blangenbi.  

Dat Speel warrt in'n Landkreis Stood an Kinnergoorns, Speelkreise un Scholen ümsünst afgeven. För anner Lüüd köst dat 7,50 €. Egentlich müssen sik dat alle Kinnergoorns un Scholen doch leisten künnen. Bestellen kann en dat bi dat Plattdüütschbüro: Isa Steffen, Holzstraße 20, 21702 Ahlerstedt, Tel. 04144 8050.

  

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“Tüdel-Büdel” - en anner Gedächtnisspeel 

Keen sik al en beten mehr mit Plattdüütsch utkennt, de kann sik en anner Speel utsöken. Dor warrt Wöör söcht, de ut twee korte Wöör tohoopsett sünd. Düsse beiden mutt en nu finnen. Dat eerste höört to de Sorte “Tüdel” un dat anner, de tweete Hälft, höört to de Sorte “Büdel”. Wenn se tohooppasst, süht en dat an de glieke Farv. Dor find wi denn den “Spöken-Kieker”, den “Buller-Baller”, den “Bang-Büx” un annerswat. Öber düsse Wöör künnt sik Kinner jo ok düchtig amüseern. Michael Schmitz, Roland Pecher un Walter Soiron hebbt sik dat utdacht, un de Anaconda Verlag, Subbelrather Straße 543a, 50827 Köln hett dat up'n Markt bröcht (ISBN 978-3-86647-299-0). 

 

Glückwunschkorten up Platt 

“Twee Minschen, de sik leev hebbt, snackt dusend Wöör, ahn to spreken – Allens Gode to Golden Hochtied” - so steiht dat up en Kort, de “Lütt Stina” maakt hett. Se heet Christiane Schmidt, wahnt in Winsen (Luhe) un hett noch vele annern Korten mit plattdüütsche Spröök produzeert un illustreert: www.luettstina.de oder www.krickelakrack.de.

 

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                                Wieder eingetroffen:

                                Landkarten Landkreis Harburg

                                mit plattdeutschen Ortsnamen

                                Preis: 5,00 € / Stück

                                Bei Interesse wenden Sie sich bitte an Herbert Timm, Tel. 04173 – 7254

 

 

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Ein Gesetz för Platt in Niedersachsen

Up den Neddersassendag vun’n Heimatbund in Verden is 2010 beslaten worrn, de Politikers in Hannober en „Gesetz zur Förderung und Erhaltung der niederdeutschen Sprache“  vörtoslaan. Dat passt up en Siet un is nix anners as dat, wat 1999 in de EU-Charta vun de Regionaal- oder Minnerhetenspraken ünnerschreben worden is. Klor un dütlich un vör allen Dingen ok verbindlich schall düt Gesett verkünnen, wo sik de Behörden na richten mööt.

Bet nu hebbt de Politikers bi uns de Lüüd, de sik aktiv för uns plattdüütsch Spraak insett hebbt, av un to up de Schuller kloppt, un denn hebbt se meent, dat dat noog Hölp för de plattdüütsch Spraak is. Dorbi is dat so, dat hüüt blots noch half so veel Minschen as vör 25 Johrn Platt snacken künnt. Wenn dat so wieter geiht, starvt düsse ole Heimatspraak ut.

Dat weet se in de Bunneslänner ümto ok al, un in Sleswig-Holsteen, Mäkelnborg-Vörpommern, Hamborg un Bremen hebbt sik de Politikers al fastleggt, dat Plattdüütsch Hölp bruukt un to’n Bispeel ok in de Scholen ünnerricht warrn mutt.

Nu is dat aver nich noog, dat wi bi uns in Neddersassen dor up töövt, dat en poor Politikers bi uns ok in de Puschen kaamt – nee, wi mööt uns dor sülvst üm kümmern! Wi mööt dat in de Zeitungen, in’t Radio un in’t Fernsehen dütlich maken, dat wi dor mehr Platt as nu rinhebben wüllt. Wi mööt de Lüüd, de in de Gemeen, in’n Kreisdag un in’n Landdag wat to seggen hebbt, klor maken, worüm dat geiht, wenn wi uns för de plattdüütsch Spraak insett.

Dor geiht dat nich blots üm Heimatpleeg un üm en Dialekt, den en poor Lüüd snackt. Dor geiht dat ok nich dor üm, wat fasttoholen, wat sik lang öberleevt hett. Dat geiht üm nix anners as dor üm, en Kultuurgood to bewohrn, dat nich to ersetten is. Wi sünd uns all tohoop eenig, dat wi de Natuur bewohrn mööt. Is dat so swoor to verstahn, dat dat ok för uns Kultuur gellen mutt?

In de nächste Tiet ward öberall in Neddersassen Ünnerschriften sammelt, de en Gesett för Platt ünnerstütt. Helpt Se mit, dat dat klappen deit!

  

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            ...un mehr up Platt ...

Platt in’n Kinnergoorn – worüm?

Mit en Spraak entdeckt de Minsch de Welt. Allens kriggt sienen Namen, un so na un na hölpt de Spraak, sik torecht to finnen. Aber nich bloots dat. De Minsch kann sik mit en Spraak ok up en ganz eegen Oort mit anner Minschen uttuuschen, he kann „kommunizeern“, as’n hüüt so seggt. Bi en lütt Kind, dat in een Johr en ganze Spraak lehrt, is ok ganz veel Geföhl dorbi, wenn’t mit sien Öllern un sien Geschwister snackt. Dat is ok de Grund dorför, dat Minschen, wenn se oold ward, so geern de ole Mudderspraak höört.

Nu hebbt veele dat beleevt, dat se tohuus Platt snackt hebbt un in de School grode Probleme harrn, as se Hoochdüütsch lehren müssen. Un naher hebbt se denn sogars noch anner Spraken lehrt, de se bet hüüt nich richtig snacken künnt.

Also hebbt se de Kinner glieks Hoochdüütsch snacken laten un wullen nix mehr vun Platt weten.

Veele Minschen up de Welt wasst glieks vun Anfang an mit mehrere Spraken up. Tohuus ward de Spraak vun de Vörfahrn genau so snackt as de Spraak, de een in de School, up’t Amt un bi’t Inköpen bruukt. Un in de letzten Johrn hebbt de Hirnforschers ok rutfunnen, dat dat menschlich Gehirn dor up anleggt is, mehr as een Sprak to lehren un to verstahn – aber bloots in de eersten Lebensjohrn, wenn dat Gehirn noch verännert warrn kann. Dat is – blangenbi seggt – villicht ok de Grund dorför, dat Utlännerkinner bi dat Plattdüütsch Wettlesen faken so good afsniet: se sünd dat gewohnt, mehr as een Spraak to snacken.

Wat hett dat nu mit Plattdüütsch to doon? Weer dat denn nich beter, glieks Englisch mit lütte Kinner to snacken? En poor Grünnen gifft dat denn doch för Platt:

1. De Spraak, de Kinner lehrt, mutt ganz richtig we’en! Jedeen Fehler, den ik maak, ward vun dat Kind öbernahmen. Wenn ik Platt snacken kann, bruuk ik nich bang to we’en. Mit Englisch wöör dat villicht doch nich so good.

2. Platt ward in de Nahberschap snackt. De ölleren Lüüd un Lüüd in de Verwandtschap snackt dat noch, un ik kann jüm verstahn. Wo schaad wöör dat doch, wenn ik Englisch snacken aber mien Nahber nich mehr verstahn künn!

3. Wenn ik vun Anfang an ok Platt snack, föhl ik mi in düsse Spraak tohuus, un dat is för mi en Stück Heimat. Dor heff ik mien Wöddeln.

4. Platt is licht to lehrn. Ik kann as lütt Kind glieks verglieken twüschen Hooch un Platt un mark, wat verscheden is. Wenn ik later Englisch lehr, fallt mi dat veel lichter, as wenn ik bet nu bloots een Spraak kennt harr.

Uns ole Heimatspraak Plattdüütsch is also wat, dat de tokamen Generatschoon bruken kann, sik in de Welt vun morgen torechttofinnen.

Wat künnt wi nu – bi uns tohuus in’n Landkreis Horborg doon?

1.Wi mööt dorför sorgen, dat in de Familien Platt snackt ward. Dorför künnen wi Henwiesen geben, wo wichtig dat is un wat dat för Billerböker un Speele un Musik up Platt geben deit. En beten versöök ik dat mit mien lütt Heft „Plattdüütsch in’n Landkreis Horborg“. Dat künn’n villicht ok anners maken. Dor is Phantasie fraagt. Dor mööt wi de Lüüd ingang bringen un jüm Moot maken.

2. In’n Alldag müss Plattdüütsch veel öfters bruukt warrn. Also: toeerst Platt snacken! Wenn de anner dat versteiht, wieder Platt snacken! Nich jümmers glieks ümschalten, wenn eener Hoochdüütsch snackt! De meisten Lüüd künnt Platt verstahn. Dat gellt ok bi de Arbeid!

3. För Kinnergoorns un Scholen mööt Lüüd utbildt warrn, de Platt an Kinner wiedergeben künnt. Bet nu löppt veel mit Ehrenamtliche. Ok de bruukt noch veel mehr Hölp. Wi mööt jüm ünner de Arms griepen – anners geiht dat nich!

Dr. Hartmut Arbatzat, de al veele Johrn lang  Dozenten för Plattdüütsch an Volkshoochscho­len utbilden deit, hett en Kunzept utarbeidt, dat Erzieherinnen un Lüüd, de ehrenamtlich an Kinnergoorns un in Grundscholen wat mit Plattdüütsch maken wüllt, sik dorför qualifizieren künnt. Denn hebbt wi villicht av 2010 de eersten Kinnergoorns, wo dat heet: „Hier ward Platt snackt!“

 

 

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Wat gifft dat Nee’es?

NettPlatt Neddersassen in `n NHB“

An’n 2. Mai 2008 is in Nordenham bi’n Niedersachsendag vun’n Niedersächsischen Heimatbund ein Nettwark för Plattdüütsch gründt worrn. Alle Lüüd, de sik för Plattdüütsch insett, künnt sik so kennlehren un direkt in Kuntakt kamen un sich uttuschen. Si kann’n sik ok beter enigen, up wat för’n Oort un Wies vörgahn warrn kann, dat de Europäische Sprakencharta beter ümsett ward.

Een mutt keen Maat vun’n Heimatbund wesen, wenn’n bi dat „NettPlatt Neddersassen in’n NHB“ mitmaken will. Theatergruppen, Klönkrings, Vereene künnt sik anmellen, aber ok enkelte Lüdd so as Schrieberslüüd, Schoolmester, Ehrenamtliche usw. weet jümmers, wat löppt, wenn se den „Newsletter“ - den Rundbreef, de nix köst – abonneert.

Dat Anmellen is ganz eenfach. NettPlatt Neddersassen is en Deenst vun den Neddersassischen Heimatbund: Niedersächsischer Heimatbund e. V., Landschaftstraße 6a, 30159 Hannover, Tel. 0911-3681251, Fax 0511-3632780, http://www.niedersaechsischer-heimatbund.de. E-Mail: nhbev@t-online.de.

 

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Plattdeutsch auf Ortstafeln

Wenn eine Gemeinde auf den Ortstafeln auch den plattdeutschen Namen angeben möchte, ist  auf dem Dienstwege ein Antrag für die zweisprachige Führung des Ortsnamens auf Ortstafeln (Zeichen 310 StVO) an das Niedersächsische Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr zu stellen. Dazu ist zunächst ein Ratsbeschluss erforderlich.

Wenn ein Gemeinderat die Absicht hat, einen solchen Antrag zu stellen, sind folgende Überlegungen wichtig:

- Wie wird der Name auf Plattdeutsch ausgesprochen? Dazu sollte aufgezeichnet werden, wie man den Namen in internationaler Lautschrift (wie in Wörterbüchern) darstellt.

- Es sollten auch Überlegungen angestellt werden, wie es zu diesem plattdeutschen Namen gekommen ist. Wenn es historische Quellen und urkundliche Erwähnungen gibt, sollen sie herangezogen und aufgeschrieben werden.

- Wie soll der Name geschrieben werden? Die vom Verein För Platt e. V. erarbeitete zweisprachige Kreiskarte kann dazu einen Hinweis geben, aber die Schreibweise ist keineswegs verbindlich und sollte sorgfältig überlegt sein. Auch Ortsfremde sollen ja den Namen möglichst richtig aussprechen können, wenn sie ihn lesen.

Wenn ein Ratsbeschluss vorliegt, soll der Vorschlag für die Schreibweise auf der Ortstafel mit den zur Verfügung stehenden Dokumenten (historische Schreibweisen) an das Institut für niederdeutsche Sprache (INS) geschickt werden, um die Schreibweise mit den dortigen Experten abzustimmen.

Wenn das INS Grünes Licht gegeben hat, kann die Gemeinde über den Landkreis Harburg den offiziellen Antrag an das Niedersächsische Minsiterium für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr stellen, dem folgende Unterlagen beizufügen sind:

- eine Übersetzung oder Erklärung des Namens,

- eine phonetische Aufzeichnung der heute gängigen Aussprache

- historische Quellen und urkundliche Erwähnungen, sofern vorhanden

- einen mit dem INS auf der Basis der vorgenannten Dokumente abgestimmten Vorschlag  für

   die Schreibweise auf der Ortstafel – nur Schriftzeichen, die im Hochdeutschen üblich sind.

Wenn die Genehmigung vorliegt, dürfen die Ortstafeln mit der niederdeutschen Komponente aufgestellt werden. Das kann auch erst dann geschehen, wenn alte Ortstafeln abgängig sind. Es müssen auch nicht alle Ortstafeln ersetzt werden. Wenn man aber den Beschluss des Rates möglichst zügig umsetzen will, sollte man vielleicht versuchen, Sponsoren dafür zu finden, um die Kosten für den Steuerzahler (ca. 150 € pro Ortstafel) möglichst gering zu halten.

Die Anschrift des INS lautet:

Institut für Niederdeutsche Sprache e. V.  ins@ins-bremen.de  

Schnoor 41 28195 Bremen Tel.: 0421 – 32 45 35  Fax: 0421 – 337 98 58  

 

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Plattdüütsch Stiftung Neddersassen

In Stade wurde eine Stiftung für Plattdeutsch aus der Taufe gehoben, die es sich zur Aufgabe gesetzt hat, landesweite Projekte zur Erhaltung und Förderung der plattdeutschen Sprache anzuregen und finanziell zu unterstützen. Angestrebt wird ein Stiftungskapital von einer Million Euro. Wenn jeder, der Plattdeutsch spricht, einen Euro spendet, ist dieses Ziel sofort erreicht. Alle Theatergruppen, Klönkrings etc. sollten sich kreativ darum bemühen, der Stiftung unter die Arme zu greifen. Fragen dazu beantwortet der Initiator, Hans-Peter Fitschen: 0 41 41 / 109 140. Wer Kontakt zur Stiftung aufnehmen will, kann das auch per E-Mail tun: info@plattdüütsch-stiftung.de.

 

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För Platt e. V. hat viel vor

Der Verein För Platt e. V. hat in diesem Frühjahr ein Faltblatt mit bekannten Kinderliedern herausgebracht, die Gisela Timm ins Plattdeutsche übertragen hat. Ihre Enkeltochter Johanna und Teilnehmer der Plattdeutsch-AG der Grundschule Eyendorf haben bunte Bilder dazu gemalt, und Karin Friedrich aus Bardowick hat mit dem Computer das perfekte Layout fertiggestellt. Die Faltblätter werden kostenlos an Kindergärten, Grundschulen und auch an Einzelpersonen abgegeben. Im zweiten Halbjahr dieses Jahres soll in ähnlicher Form ein Faltblatt mit Kinderspielen erscheinen. Die kostenlose Verteilung wurde ermöglicht durch eine großzügige Spende.  Der bekannte Förderer des Plattdeutschen, Otto Schneider aus Ramelsloh, ließ alle ihm anlässlich seines 80. Geburtstages zugedachten Geschenke dem Verein För Platt e. V. zukommen. Der Verein hat sich vorgenommen, auch in den folgenden Jahren möglichst viel dafür zu tun, dass auch die künftigen Generationen noch Plattdeutsch verstehen und sprechen können.

 

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"Kinnerleeder up Platt"

För Platt e. V. hat ein Faltblatt „Bekannte Kinnerleeder up Platt“ herausgegeben und über den Landkreis Harburg und die Gemeinden an alle Kindertagesstätten und Grundschulen im Kreisgebiet kostenlos verteilen lassen. Gleichzeitig wurde in der Presse auf diese Aktion hingewiesen. Die Reaktion der Öffentlichkeit übertraf alle Erwartungen. Innerhalb eines Monats war die gesamte 1. Auflage in Höhe von 2.500 Exemplaren vergriffen! Mit der 2. Auflage, bei der auch ein paar Druckfehler berichtigt sind, können die beliebten Faltblätter weiterhin in der gewünschten Anzahl geliefert werden. Wegen der nicht unerheblichen Versandkosten freut sich der Verein über eine Spende aufs Vereinskonto (60045408 bei der Sparkasse Harburg-Buxtehude, BLZ 20750000).

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Niedersächsische Verfassung auf Platt 

Wussten Sie schon, dass es die Niedersächsische Verfassung auch auf Plattdeutsch gibt? Das Institut für niederdeutsche Sprache in Bremen hat sie erarbeitet, und das Niedersächsische Ministerium für Wissenschaft und Kultur hat sie heraus-gegeben, die „Neddersassisch Verfaten“. Der Niedersächsische Heimatbund hat dabei beraten, damit auch alles juristisch korrekt ist. Zu beziehen ist die Broschüre (ISBN 978-3-7963-0372-2)  beim Niedersächsischen Ministerium für Wissenschaft und Kultur, Leibnizufer 9, 30169 Hannover (Tel. 0511/120-2599), per E-Mail (pressestelle@mwk.niedersachsen.de) oder beim Plattdeutschbeauftragten, Herbert Timm.

                            

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“Wi hebbt dat trechtkregen!” –
Ortsschild mit Platt im Landkreis Harburg 

Nach dem Vorbild von “Auerk”, “Grootheid”, “Gothenborg”, “Snevern” und “Groothansdörp” gibt es jetzt auch im Landkreis Harburg einen Ort, der mit Genehmigung der Landesregierung den plattdeutschen Namen im Schilde führen darf: “Oilstörp” – hochdeutsch Oelstorf – bei Salzhausen.

Als im Jahre 2006 der engagierte Plattdeutsche Otto Schneider aus Ramelsloh und der Plattdeutschbeauftragte des Landkreises, Herbert Timm, eine Kreiskarte erstellt hatten, die neben den hochdeutschen auch die plattdeutschen Ortsnamen aufwies, fassten junge Menschen in Oelstorf den Entschluss, den unter Einheimischen gebräuchlichen Ortsnamen Oilstörp im Ortseingangsschild zu verewigen.
Beim traditionellen “Pingstboomplanten”, dem Verteilen von jungen Birken gegen einen kleinen Obulus zu Pfingsten, war so viel Geld in die Kasse der Dorfjugend gekommen, dass sie die Kosten für neue Ortsschilder aufbringen konnten.
Der Gemeinderat und die Verwaltung der Samtgemeinde Salzhausen fassten die notwendigen Beschlüsse, um alles auf den Weg zu bringen, und so konnten am 8. September, als die Schilder offiziell eingeweiht wurden, alle Beteiligten sagen: “Wi hebbt dat trechtkregen!” Der Samtgemeindebürgermeister, Hans-Hermann Putensen, und der Plattdeutschbeauftragte des Landkreises Harburg, Herbert Timm, machten in ihren Ansprachen deutlich, dass sie sich möglichst viel Nachahmer wünschen, damit die alten plattdeutschen Ortsnamen täglich wahrgenommen werden können. Sie können sich gut vorstellen, dass Orte wie Buchholz (“Bookholt”), Hollenstedt (“Hullnst”), Tostedt (“Töst”), Trelde (“Trill”), Ochtmannsbruch (“Makensbrook”) mit ihren markanten plattdeutschen Namen dem Beispiel Oelstorfs folgen werden.
Herbert Timm ist übrigens auch ein Ort im Kreis bekannt, der den plattdeutschen Namen schon längere Zeit ohne offizielle Genehmigung im Schilde führt.


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